Dr. Albrecht Schütte MdL

Land fördert innovatives Sanierungsprojekt in Neckargemünd

Erkenntnisse fließen in künftigen landesweiten Baustandard ein

Das Land fördert im Rahmen des Programms „Clever Bauen BW“ eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung eines denkmalgeschützten kommunalen Wohngebäudes in Neckargemünd. Das Vorhaben „RE N20“ gehört zu zehn innovativen Wohnbauvorhaben, die das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen als förderfähig eingestuft hat. Gefördert wird die wissenschaftliche Begleitung der Sanierung.

Symbolbild: Denkmalgeschütztes Gebäude (Foto: Christine Fischer)Symbolbild: Denkmalgeschütztes Gebäude (Foto: Christine Fischer)

Bei „Re:source Neckargemünd“ handelt es sich um ein wegweisendes Forschungsprojekt. Es untersucht, wie der kommunale Gebäudebestand einer Stadt ressourceneffizient, wirtschaftlich und klimaneutral saniert und weiterentwickelt werden kann. Als direktes Ergebnis des Projekts wird das dreistöckige städtische Wohnhaus in der Neckarstraße 20 als Musterprojekt im Rahmen eines Reallabors durchsaniert. Das Projekt entstand in enger Kooperation zwischen der Stadt Neckargemünd und dem Natural Building Lab (NBL) der TU Berlin.

„Neckargemünd zeigt, wie wir mit guten Ideen auch ältere Gebäude fit für die Zukunft machen können. Gerade bei denkmalgeschützten Gebäuden brauchen wir Lösungen, die wirtschaftlich und praktisch umsetzbar sind. Dass die Stadt hier eine Vorreiterrolle übernimmt und die Erfahrungen auch anderen Kommunen zugutekommen, freut mich besonders“, so Schütte, CDU-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Sinsheim.

Das Landesprogramm entspringt dem Strategiedialog Bezahlbares Wohnen und Innovatives Bauen. Insgesamt lagen 52 Bewerbungen vor. Davon wurden landesweit sechs Umsetzungsprojekte und vier Machbarkeitsstudien ausgewählt. Umsetzungsprojekte werden mit bis zu 300 Euro je Quadratmeter förderfähiger Wohnfläche unterstützt, ihre wissenschaftliche Begleitung zusätzlich mit 100 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, höchstens 100.000 Euro. Machbarkeitsstudien erhalten bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, maximal 50.000 Euro je Antrag.

Die Ergebnisse vor Ort haben landesweite Bedeutung: Die Erkenntnisse aus dem Programm sollen direkt in die Entwicklung des künftigen „BW-Standards“ einfließen, mit dem das Land einfaches und kostengünstiges Bauen in der Praxis verankern will.

„Bauen und Wohnen müssen bezahlbar bleiben, ohne dass die Qualität auf der Strecke bleibt“, so Schütte weiter. „Wenn die Neckargemünder Erfahrungen helfen, praxistaugliche Standards für ganz Baden-Württemberg zu schaffen, ist das ein doppelter Gewinn für unsere Heimat.“