Der Weihnachtsmann kam etwas früher zu Conny und Co.
Montag, den 18. Dezember 2017 um 08:45 Uhr

Landtagsabgeordneter Dr. Albrecht Schütte übergab dem Gnadenhof Tierhilfe Kraichgau e.V. Futterspenden

Von links: Antonia Giesler und Tamara Mielke vom Gnadenhof Helmstadt gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte bei der Fütterung der Pferde.

Helmstadt. „Das wird für mich zu einer schönen Tradition“, sagte der Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte (CDU / Wahlkreis Sinsheim), der am vergangenen dritten Advent wieder den Gnadenhof Tierhilfe Kraichgau e.V. in Helmstadt besuchte.

„Ich habe großen Respekt vor der ehrenamtlichen Arbeit Ihres gesamten Teams und hoffe, Ihnen und den Tieren eine kleine Freude machen zu können“, so Schütte, während er die mitgebrachten Geschenke in Form von zwei großen Futtersäcken Tamara Mielke, der Gründerin und Leiterin des Vereins, überreichte.

Besonders Conny, die mit 36 Jahren als „Uroma“ des Hofes gilt, kann sich über die Geschenke freuen. Ihr hatte Schütte spezielles Futter, Heuersatz für ältere Pferde, mitgebracht. Connys Mutter gehörte damals einem kleinen Mädchen, jedoch wusste beim Kauf keiner, dass das Tier trächtig war. Vor ihrer Zeit auf dem Gnadenhof durfte sie dann mit ihrer Mutter auf einer großen Weide leben. Das kleine Mädchen wurde erwachsen, war außer Haus und nachdem auch noch das Muttertier verstorben war, fühlte sich Conny sehr einsam. Der Herr, der sich nun um sie kümmerte, war auch schon etwas älter, sodass ihre liebevollen Besitzer sie in die Hände von Tamara Mielke und ihrem Team gaben.

Zu Beginn war das Kleinpferd durch die neuen Eindrücke und die Trauer paralysiert und wollte nicht fressen und benötigte viel Aufmerksamkeit. „Durch eine Sonderbehandlung zwei Mal am Tag und viel Liebe konnte sich Conny dann aber gut einleben und fühlt sich nun sehr wohl“, sagte Mielke.

Das Gnadenhofteam bietet stets seine Unterstützung und helfende Hände an, wenn es darum geht, Tiere zu retten. Mielke: „Ein Tier abgeben zu müssen, ist für niemanden leicht. Wir setzen auf den offenen Dialog mit den Eigentümern.“

Dass die Tiere Mielkes Berufung sind, merkt man der Tierheilpraktikerin an. Sie und ihre Helfer investieren Geld, Zeit und Energie in den Hof. „Als gemeinnütziger Verein leben wir von Spenden und Patenschaften. Wir alle arbeiten ehrenamtlich und kostenlos für den Verein. Da die Unterhaltung des Gnadenhofs allerdings hohe Kosten verursacht, sind wir auf finanzielle und tatkräftige Hilfe angewiesen.“

Immer suche man auch nach ehrenamtlichen Helfern. „Wir veröffentlichen regelmäßig Aufrufe, da wir dringend Unterstützer brauchen, die uns bei den Fütterungs- und Mistdiensten helfen, da unsere jetzigen Helfer das kaum noch alleine stemmen können“, so Mielke. „Bei uns kann sich jeder melden, Pferdeerfahrung ist nicht zwingend erforderlich. Wir lernen Interessierte gerne ein.“

(Text: Christine Nahrgang / Fotos: Matthias Busse)