„Wir brauchen das Ehrenamt“
Donnerstag, den 13. Oktober 2016 um 11:50 Uhr

Hilsbach ist immer einen Besuch wert - CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Albrecht Schütte im Gespräch mit Ortsvorsteher Martin Gund

Hilsbach ist immer einen Besuch wert - CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Albrecht Schütte im Gespräch mit Ortsvorsteher Martin Gund

Hilsbach. „Ich komme immer gerne hierher. Der Ort ist wirklich jeden Besuch wert“, so begrüßte der Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte (CDU) den Ortsvorsteher von Hilsbach Martin Gund. Schütte war im Zuge seiner Wahlkreistour gekommen, um sich über aktuelle Projekte im Ort zu informieren und zu erfahren, was die Menschen von der Landespolitik erwarten. Ein wesentliches Thema im Gesprächsverlauf war der Umgang mit der steigenden Politikverdrossenheit. Schütte ist es ein Anliegen, der Entfremdung von Politik und Bürgern entgegenzuwirken. Gund dazu: „Der Fakt, dass Sie vor Ort Bürgersprechstunden halten und heute gekommen sind, um offen zu reden, zeigt, dass Sie Interesse an den Anliegen und Sorgen der Bürger vor Ort haben. Wir brauchen mehr Politiker wie Sie.“

Die steigende Unzufriedenheit der Bürger würde rechtspopulistischen Parteien Tür und Tor öffnen und das würde auf Dauer die Entwicklung des Landes Baden-Württemberg, aber auch ganz Deutschlands, bedrohen.

Der Ortsvorsteher ist stolz auf die Entwicklungen in seiner Gemeinde: „Hilsbach ist ein Ort, der wächst und sich stetig weiterentwickelt.“ Dazu trage das Neubaugebiet erheblich bei. Zudem würde auch regelmäßig am Ortskern und dem Ortsbild gearbeitet werden. Ende des Jahres werde die Generalsanierung der Festhalle voraussichtlich abgeschlossen sein.

An der Grundschule Hilsbach/Weiler würden derzeit Brandschutzmaßnahmen durchgeführt , der Kindergarten erhalte neue Spielgeräte. Schütte versprach, sich in Stuttgart dafür einzusetzen, dass die Kommunen auch zukünftig finanzielle Zuschüsse aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum erhalten, um die Weiterentwicklung des Ortes zu garantieren.

Das Ortsoberhaupt ging auch auf die Förderung des Ehrenamtes durch das Land ein. Man müsse hier seiner Ansicht nach an einer weiteren Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt arbeiten. Gerade als Ortsvorsteher, der ja in seinem angestammten Beruf weiterhin tätig ist, spüre er die tägliche Herausforderung zwischen Hauptberuf, der Tätigkeit als Ortsvorsteher und seiner Familie , so Gund. Mit Schütte war er sich einig: „Ohne die Ehrenamtlichen wäre vieles nicht möglich. Wir brauchen das Ehrenamt.“ Das gelte für die Vereine , die Rettungs- und Hilfsorganisationen und letztlich auch die Politik. Nur die vielen ehrenamtlichen Ortschafts- und Gemeinderäte sorgen dafür, dass Politik geerdet bleibe.

Den Abschluss des Vor-Ort-Termins bildete ein Rundgang durch die historische Altstadt von Hilsbach. Gund informierte Schütte über die Geschichte der ehemals selbstständigen Stadt, die seit 1971 zur Großen Kreisstadt Sinsheim gehört .

(Text/Foto: Nahrgang)