Bammental: CDU/BV berät über die Planung der Friedensbrücke, den Ausbau des schnellen Internets und die Gestaltung der Grünanlagen des Friedhofes
Dienstag, den 04. Oktober 2016 um 08:40 Uhr

Bammental. Anlässlich eines Treffens der CDU/Bürgervereinigung wurde unter anderem die aktuelle Situation der Friedensbrücke diskutiert. Für Fußgänger und Radfahrer ist die Überquerung der Friedensbrücke derzeit unsicher und durch die schlechte Übersicht die Unfallgefahr deutlich zu hoch. Am Anfang der Versammlung präsentierte Andreas Mylo hierzu seine Idee. Mylo schwebt vor, die Friedensbrücke nur noch für den Verkehr aus dem Ort heraus als Einbahnstraße zu nutzen und eine zweite Brücke direkt elsenzabwärts vom Süwag-Gebäude für den Verkehr ortseinwärts zu errichten. So sei die Verkehrssituation entschärft und an der Friedensbrücke, welche unter Denkmalschutz steht, müssten nicht einmal baulichen Veränderungen vorgenommen werden, so Mylo.

Durch die zweite Brücke und den Einbahnstraßenverkehr hätten nicht nur die Fußgänger und Autos ausreichend Platz die Friedensbrücke gefahrlos zu überqueren, sondern die gesamte Geh- und Radwegsituation der Wiesenbacher Straße würde deutlich verbessert und gefährliche Grundstückeinfahrten wären entschärft.

Hinzu kommt, dass keinerlei Umbaumaßnahmen an der Friedenbrücke notwendig wären und der Denkmalschutz aufrechterhalten werden könnte. Allerdings sind die Pläne für den Bau einer Holzbrücke für Fußgänger und Radfahrer parallel zur Friedensbrücke im Regierungspräsidium Karlsruhe bereits so weit fortgeschritten und derart konkret, dass das Regierungspräsidium bereits im kommenden Jahr mit dem Umbau beginnen möchte. Denn bei der L 600, welche über die Friedensbrücke führt, handelt es sich um eine Landesstraße. Zusätzlich ist derzeit geplant, die Fahrbahn an der Friedensbrücke zu verbreitern, indem man an der denkmalgeschützten Brücke die Brüstung abträgt, eine breitere Massivplatte aufbaut und anschließend die Brüstung wieder anbringt.

Während Mylow viele der Besucher mit seinem Konzept überzeugte, wäre die von ihm vorgeschlagene Variante deutlich (über 1 Million Euro Mehrkosten) teurer, zudem müsste ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, wodurch in den kommenden 5 Jahren mit keiner Veränderung bzgl. der Verkehrssituation zu rechnen wäre. So blieb für viele die Frage, ob man nach Jahrzehnten der Diskussion nun den Spatz in der Hand realisieren wolle oder auf die Taube auf dem Dach hoffen wolle. Allerdings war die Stimmung klar gegen eine Verbreiterung der Friedensbrücke selbst, schließlich werde dadurch vor allem das Verkehrsaufkommen in Bammental erhöht.

Im Anschluss an die Diskussion zur Friedensbrücke ging es reibungslos zum Thema „Schnelles Internet“. Um seine Städte und Gemeinden mit schnellem Internet zu versorgen, hat der Rhein-Neckar-Kreis einen Zweckverband mit dem Namen fibernet gegründet, der nun hunderte Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Glasfaserkabel ist die Technologie der Zukunft. Sie ist die Voraussetzung, um die Region als Wirtschaftsstandort zu stärken und zu fördern. Die Planungen für eine sog. Backbone-Infrastruktur werden derzeit vorangetrieben.

Als Backbone bezeichnet man den Teil des Netzwerks, an das die lokalen Teilnetze in den einzelnen Orten angeschlossen werden. Nach Bammental soll der Backbone entlang der Bahntrasse gelegt werden. Von dort aus wird es dann Abgabepunkte geben. Auf einer Feinplanung aufbauend können die Leitungen im Anschluss an die Haushalte verlegt werden. Ziel ist es, dies alles möglichst schnell auszubauen. Sowohl die Bundesregierung als auch die neue Landesregierung stellen zusätzlich Mittel für den Ausbau der Breitbandversorgung insbesondere in den ländlichen Räumen zur Verfügung.

Daher hofft die Gemeinde Bammental für den 3 Millionen Euro teuren Ausbau entsprechend Zuschuss zu bekommen. Im nächsten Schritt muss jetzt schnellstmöglich eine Feinplanung erstellt werden, aus welcher ersichtlich wird, in welcher Reihenfolge die Straßen angeschlossen werden sollen.

Weiteres Thema waren die Grünanlagen und die Gestaltung des Friedhofes. Leider sei hier in den letzten Jahren viel zu wenig getan worden. Das passe nicht zum Andenken an die Verstorbenen, zudem sei ein Friedhof auch immer eine Visitenkarte für eine Gemeinde. Aus der Versammlung wurde u.a. vorgeschlagen, die Pflege des Friedhofs extern zu vergeben. So könne man gewisse Standards vorgeben. Diese Idee soll nun in den nächsten Gemeinderatssitzungen wietr verfolgt werden. (Silvio Nürnberg)

Bildunterschrift: Das Konzept von Andreas Mylo: Eine Besonderheit hierbei ist der zusätzliche Platz für Fußgänger und Radfahrer.