Bürgernähe ist Basis der politischen Arbeit
Mittwoch, den 27. Januar 2016 um 13:43 Uhr

Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte (CDU) im Gespräch mit Epfenbachs Bürgermeister Joachim Bösenecker

Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte (CDU) im Gespräch mit Epfenbachs Bürgermeister Joachim Bösenecker

Epfenbach. Wer 15 Jahre lang – so wie Dr. Albrecht Schütte – „seine“ Landtagsabgeordnete Elke Brunnemer als Zweitkandidat sehr aktiv begleitete und auf vielen Terminen und Veranstaltungen auch vertrat, der lernt im Laufe der Zeit zahlreiche Amtsträger kennen. So trafen sich aktuell mit Schütte, mittlerweile Landtagskandidat seiner Partei im Wahlkreis Sinsheim – Neckargemünd – Eberbach, und Epfenbachs Bürgermeister Joachim Bösenecker letztlich zwei alte Bekannte, die sich intensiv und offen über kommunal- und landespolitische Themen austauschten. Klar ist für beide: Bürgernähe ist die Basis der politischen Arbeit.

„Man muss da hingehen, wo die Menschen sind und ihnen zuhören. Nur so erfährt man, wo der Schuh drückt“, sagte Schütte, der in seiner Heimatgemeinde Bammental seit über 10 Jahren Gemeinderat ist. Dem stimmte Bösenecker, der großen Wert auf ein offenes Rathaus legt, ausdrücklich zu. Mit Blick auf den Umbau des Rathauses, der insgesamt 2,2 Mio. Euro kosten wird, erläuterte das Gemeindeoberhaupt, dass sich sein zukünftiges Bürgermeisterzimmer direkt neben dem Hauptamt und dem Bürgerbüro befinden werde: „Das habe ich ganz bewusst so gewählt, so gibt es ganz kurze Wege. Ich bin jederzeit für die Bürger da.“

Wie Epfenbachs Wählerinnen und Wähler bei der Landtagswahl am 13. März abstimmen, das wird noch im derzeitigen Rathausgebäude ausgezählt werden. Danach werden die Rathausmitarbeiter in Container neben dem Feuerwehrhaus umziehen und dort arbeiten. Nach den derzeitigen Planungen soll der Umbau dann im Frühjahr 2017 fertiggestellt sein. Auch die Asyl- und Flüchtlingspolitik wurden angesprochen. Bisher gibt es in Epfenbach einen einzigen anerkannten Asylbewerber. Im laufenden Jahr sollen zehn Flüchtlinge in den Ort kommen. Die Gemeindeverwaltung habe Wohnungsanbieter angeschrieben und auch zahlreiche Rückmeldungen erhalten. In diesem Zusammenhang sei ferner beabsichtigt, auch eine ältere Immobilie zu erwerben.

Hinsichtlich der Integration von Flüchtlingen waren sich Schütte und Bösenecker einig: „Hierzu gehören immer zwei: Einer, der integrieren will und einer, der sich integrieren will.“ Flüchtlinge oder Asylbewerber, welche Straftaten begehen, sollen ausgewiesen und abgeschoben werden.

Auf die Schul- und Bildungspolitik eingehend unterstrich der Bürgermeister, dass es dem Gemeinderat und der Verwaltung stets wichtig war, in Epfenbach eine weiterführende Schule zu erhalten. Der Hauptstandort der Gemeinschaftsschule sei nun in Helmstadt, die Klassen 5 bis 7 werden in Epfenbach unterrichtet.

Der promovierte Physiker Schütte informierte, dass die CDU im Falle eines Wahlsieges die von Grün-Rot eingeführten Gemeinschaftsschulen nicht abschaffen, sondern zum Wohle der Schüler weiterentwickeln werde. Zudem sei es das erklärte Ziel, die Realschulen zu stärken und es den Werkrealschulen in Kooperation mit einer nahegelegenen Realschule zu ermöglichen ihre Schülerinnen und Schüler zur vollwertigen mittleren Reife zu führen. Weitere Themen des Gesprächs waren die Sanierungsprogramme (Ortskern) wie auch der dringend notwenige Ausbaus des schnellen Internets. (Text/Foto: Matthias Busse)