Es braucht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Kommunen und Land
Sonntag, den 15. November 2015 um 20:30 Uhr

Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte im Gespräch mit Bürgermeister Marcus Zeitler und CDU-Fraktionsvorsitzendem Heinrich Runz

Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte im Gespräch mit Bürgermeister Marcus Zeitler und CDU-Fraktionsvorsitzendem Heinrich Runz

Schönau. „In den letzten Jahren ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Landesregierung und Behörden schwieriger geworden“, machte Bürgermeister Marcus Zeitler gleich zu Beginn seines Gesprächs mit Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte deutlich. Städte und Gemeinden sähen sich aktuell als Empfänger von Anweisungen behandelt, statt als gleichberechtige Partner, wie die Beispiele L 536 und die Sperrung zwischen Schönau und Altneudorf zeigen. Bei Schütte, der in Bammental Gemeinderat ist, rannte der Bürgermeister des Klosterstädtchens mit dieser Forderung offene Türen ein. „Die Stärke unseres Bundeslandes lag schon immer in der engen Zusammenarbeit von Land und Kommunen begründet.“

Ebenso kritisierte Zeitler die neuen Änderungen in der Gemeindeordnung, welche seiner Meinung nach einen starken Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung darstellen. In der Bildungspolitik wolle man sich am Wohl der Schulen vor Ort orientieren und eine weitere Zentralisierung verhindern, so Schütte.

Zeitler und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Schönauer Gemeinderat Heinrich Runz berichteten von der erneuten Verschiebung der Sanierung der L536. „Es ist mir ein Rätsel und nicht nachvollziehbar, wie so ein Fehler passieren kann“, so Zeitler. Kurz vor dem geplanten Ausbau war aufgefallen, dass das Land übersehen hatte, diverse Flächen mit einzuplanen.

Alle drei Regionalpolitiker einte die Hoffnung, dass zumindest die nun erforderliche Neuplanung in kürzt möglicher Zeit umgesetzt werden könne. Dann sei ein Sanierungsbeginn 2017 möglich. Schütte versprach sich im Falle seiner Wahl mit allem Nachdruck für eine Sanierung dieser wichtigen Strecke einzusetzen, auch wenn man nach der langen Vorgeschichte wohl von einer Sisyphos-Aufgabe ausgehen müsse.

Viele weitere Themen wie die Abwägung von erneuerbarer Energie und Naturschutz gerade in bewaldetem Gebiet, ÖPNV im Steinachtal und natürlich die aktuelle Flüchtlingspolitik rundeten das Gespräch ab.