Innovatives Mobilitätskonzept in der Rhein-Neckar-Region erhält grünes Licht
Mittwoch, den 08. August 2018 um 14:12 Uhr

Ausnahmegenehmigung für Pilotprojekt zum free-floating Carsharing verlängert

Wie das Verkehrsministerium gestern, 6. August bekanntgab, wird das Pilotprojekt „JoeCar“ in Heidelberg und Mannheim verlängert. Das Carsharingangebot wurde in den Jahren 2013 und 2014 gestartet. Das Besondere an diesem Angebot ist, dass die Leihfahrzeuge nicht an eine bestimmte Station zurückgebracht werden müssen, sondern auf jedem freien Parkplatz innerhalb eines bestimmten Bereichs der Stadt abgestellt werden können. Diese Flexibilität macht es für die Kunden attraktiv.

Da der Bund die Rechtsverordnung zur Gewährung von Bevorrechtigungen und Sondernutzungserlaubnissen für Carsharingfahrzeuge noch nicht verabschiedet hat, ist für ein solches Angebot eine Ausnahmegenehmigung erforderlich. Diese Ausnahmegenehmigung wurde nun verlängert.

„Die Verlängerung der Genehmigung des free-floating Carsharing Pilotprojekts - JoeCar in Mannheim und Heidelberg - zeigt, dass die grün-schwarze Koalition im Land die richtigen Akzente in der Verkehrs- und Mobilitätspolitik setzt. Baden-Württemberg ist deutschlandweit Nr.1 in Sachen Carsharing. Durch die Flexibilität, Vernetzung und Nachhaltigkeit des Angebots profitiert die gesamte Rhein-Neckar-Region von diesem zukunftsweisenden Verkehrskonzept“, erklärte die Landtagsabgeordnete Julia Philippi MdL.

„Die Einschränkung auf bestimmte Parkplätze ist in der digitalen Welt schlicht nicht mehr notwendig“, ergänzte Dr. Albrecht Schütte, Landtagsabgeordneter aus dem Rhein-Neckar-Kreis. „Alternative Mobilitätsangebote müssen nutzerfreundlich, flexibel und attraktiv sein, um Erfolg zu haben. Indem wir die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, werden wir Carsharing wesentlich attraktiver machen und damit weiter ausbauen.“

Eine wissenschaftliche Begleitforschung zum Verkehrsversuch soll nun untersuchen, inwieweit das Carsharing-Angebot zu einer Entlastung des öffentlichen Straßenraums führen könne. Denn darin waren sich Philippi und Schütte einig: „Wegweisende alternative Mobilitätskonzepte sind dringend notwendig, um die CO2-Emissionen aus dem Bereich des motorisierten Individualverkehrs, vor allem in den Innenstädten, nachhaltig zu reduzieren und gleichsam die Qualität des Mobilitätsangebot als Ganzes in der Region zu erhöhen.“